Multiple Sklerose - MS- ist eine Krankheit, die Nervenbahnen im Rückenmark und im Gehirn befällt. Gesunde Nervenbahnen sind, einem Kabel vergleichbar, durch eine Schicht - die Myelinschicht - isoliert. Dadurch werden die vielfältigen Signale, die unser Gehirn aussendet und empfängt, geschützt. Bei der MS werden diese Myelinschichten angegriffen und zerstört. Dies kann an ganz unterschiedlichen Stellen im Rückenmark und Gehirn geschehen. Daher spricht man von Multipler ( = vielfacher ) Sklerose. Es entstehen an diesen Stellen Narben, und der Körper ersetzt die zerstörten Stellen der Myelinschicht durch hartes ( = sklerosiertes ) Gewebe, das aber nicht in der Lage ist, die elektrischen Nervensignale weiterzuleiten.
In der Folge kann es unter anderem zu Störungen der Bewegungsabläufe und Spasmen, zu Taubheitsgefühlen und Störungen des Seh- und Sprachvermögens kommen. Ausgelöst durch diese Beeinträchtigungen können psychische Verstimmungen auftreten.
MS tritt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer ( 3:2 ). Über die Ursachen von MS liegen derzeit noch nicht die gesicherten Erkenntnisse vor, die eine ursächliche Behandlung ermöglichen. Weltweit wird Grundlagenforschung betrieben, um für die Zukunft neue, aussichtsreiche Behandlungsmethoden der MS frühzeitig aufzuspüren.
In der Zeitschrift der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft AKTIV wird regelmäßig über die Ergebnisse und den aktuellen Stand der Forschung berichtet. Mit weiteren Themen, wie neueste Medikamente und Behandlungsmethoden, Änderungen des Sozialgesetzes oder Krankenkassen- und Rentenreform werden die Mitglieder über den jeweils aktuellen Stand informiert. Die AKTIV erscheint vierteljährlich für alle Mitglieder kostenlos.
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